VMware war gestern. Was tun, wenn die Rechnung kommt?

Date: 23.03.2026
VMware war gestern. Was tun, wenn die Rechnung kommt?

Broadcom hat die Spielregeln geändert. Europäische Cloud-Verbände dokumentieren Preissteigerungen von 800 bis über 1.000 Prozent seit der VMware-Übernahme. Anfang 2026 hat Broadcom das VMware Cloud Service Provider-Programm (VCSP) in Europa de facto beendet: Die große Mehrheit europäischer Anbieter wurde ausgeschlossen, nur wenige handverlesene Partner dürfen weitermachen.

Wer heute noch auf VMware setzt, sitzt auf einem auslaufenden Modell mit steigenden Kosten und sinkender Verhandlungsmacht.


Die richtigen Fragen stellen

Wenn Ihre IT-Infrastruktur auf VMware basiert, sollten Sie diese Fragen beantworten können:

  • Wann läuft Ihr aktueller Lizenzvertrag aus?

  • Haben Sie bereits ein Verlängerungsangebot erhalten, und zu welchen Konditionen?

  • Welche Abhängigkeiten bestehen zu VMware-spezifischen Features wie vSAN, NSX oder vCenter?

  • Was kostet der Weiterbetrieb in 12, 24 oder 36 Monaten realistisch?

Wer diese Fragen nicht beantworten kann, hat keinen Plan. Wer sie beantwortet hat, erkennt meistens: Es gibt Handlungsbedarf.


Was Proxmox leistet, und warum es trägt

Proxmox Virtual Environment wird von der Proxmox Server Solutions GmbH in Wien entwickelt. Made in Austria, quelloffen unter der GNU AGPL, seit 2008 im Markt. Wer die Software nutzen will, installiert sie und legt los. Wer zusätzlich Zugang zum stabilen Enterprise-Repository und direkten Support möchte, schließt eine Subscription ab. Die Kosten bewegen sich pro CPU-Socket und Jahr in einer Größenordnung, die mit VMware-Preisen nach der Broadcom-Übernahme schlicht nicht vergleichbar ist.

Was viele bei der ersten Auseinandersetzung mit Proxmox unterschätzen: In den meisten Umgebungen läuft Proxmox auf der vorhandenen Hardware. Ein Hardwaretausch ist in der Regel nicht notwendig. Das reduziert die Migrationskosten erheblich und verkürzt den Entscheidungshorizont.

Der Funktionsumfang deckt den produktiven Betrieb vollständig ab. Clustering, High Availability und Live Migration sind ohne Aufpreis enthalten. Für verteilten Storage integriert Proxmox Ceph nativ, dasselbe System das in einigen der größten Dateninfrastrukturen weltweit eingesetzt wird. Für Netzwerkvirtualisierung stehen Open vSwitch, Linux Bridges, VLANs und VxLAN zur Verfügung. Die Verwaltung läuft über eine Web-GUI mit RBAC und granularen Berechtigungen, dazu REST-API, Terraform-Provider und Ansible-Module für alle die Automatisierung brauchen.

Backup ist ebenfalls gelöst: Der Proxmox Backup Server ist ein eigenes Produkt desselben Herstellers mit nativer Integration, inkrementellen Backups, Deduplizierung und Verschlüsselung. Wer Veeam oder eine andere bestehende Backup-Lösung betreibt, kann diese behalten. Proxmox ist kompatibel.

Ein Wort zu Alternativen wie Nutanix: Wer von VMware zu einem anderen proprietären Anbieter wechselt, löst das Grundproblem nicht. Er tauscht nur den Lieferanten aus. Das strukturelle Risiko, nämlich Abhängigkeit von einem einzigen Hersteller mit voller Preissetzungsmacht, bleibt identisch. Proxmox steht auf einem anderen Fundament: quelloffen, europäisch, und keinem Shareholder-Interesse ausgeliefert.

Häufige Einwände aus der Praxis

"Wir haben spezifische Anforderungen an Storage."

Ceph als natives Storage-Backend von Proxmox ist eine ausgereifte Distributed-Storage-Lösung, die in wissenschaftlichen und kommerziellen Hochlastumgebungen weltweit seit Jahren produktiv läuft. Für die typischen Workloads eines mittelständischen Unternehmens ist das mehr als ausreichend.

"KVM-Performance reicht nicht."

Die größten Cloud-Infrastrukturen der Welt laufen auf KVM. Es ist kein Kompromiss-Hypervisor, sondern ein direkt im Linux-Kernel verankerter Typ-1-Hypervisor ohne proprietäre Abstraktionsschichten. Feintuning über CPU-Pinning, NUMA-Topologie, Hugepages und IO-Threading ist vollständig möglich.

Was unabhängige Benchmarks zeigen: In einer kontrollierten Vergleichsstudie von Blockbridge auf identischer Hardware übertraf Proxmox VE VMware ESXi in 56 von 57 Tests. Bei storage-intensiven Workloads erreichte Proxmox bis zu 50% höhere IOPS und 38% mehr Durchsatz bei Spitzenlast, bei gleichzeitig über 30% niedrigerer Latenz. Auf CPU-Ebene liefert KVM laut unabhängigen Benchmarks einen Overhead von 3 bis 5% gegenüber Bare Metal, VMware ESXi kommt auf 5 bis 15%. Der Performance-Vorteil von Proxmox ist kein Marketingargument, sondern eine messbare Konsequenz einer schlankeren Architektur ohne proprietäre Zwischenschichten.

"Eine Migration in unserem Umfang ist nicht realistisch."

Proxmox kann VMware-Disk-Images direkt importieren. Eine strukturierte Migration läuft parallel zum Betrieb: Cluster aufstellen, Workloads einzeln überführen, testen, automatisieren, iterieren. Mit dem richtigen Migrationsplan und erfahrenem Begleiter ist das kein Großprojekt, sondern ein kontrollierbarer Prozess.


Was eine Migration kostet, und was sie einspart

Eine professionell durchgeführte Migration auf Proxmox ist ein Projekt mit klarem Scope, nicht ein Experiment. Je nach Umgebungsgröße dauert sie zwischen wenigen Tagen und einigen Wochen. In den meisten Fällen amortisiert sich die Investition innerhalb des ersten Jahres durch den Wegfall der VMware-Lizenzkosten.

Als ISO 27001 zertifiziertes Unternehmen begleiten wir Migrationen mit dokumentierten Prozessen, definierten Rollback-Szenarien und vollständiger Nachvollziehbarkeit. Für Unternehmen in regulierten Branchen oder mit Compliance-Anforderungen ist das kein nettes Extra, sondern Voraussetzung.


Warum RockLogic

Wir kennen VMware aus jahrelangem produktivem Betrieb und haben den Wechsel zu Proxmox selbst vollzogen, nicht auf dem Papier, sondern in laufenden Produktionsumgebungen. Seither betreiben wir mehrere Cluster, bei Kunden und intern, mit allem was dazugehört: Planung, Migration, Betrieb, Monitoring, Incident-Response. Darunter hochverfügbare Infrastruktur für unsere Ethereum-Staking-Operationen, auf denen Stake in Höhe von mehreren Hundert Millionen Euro rund um die Uhr läuft. Wer auf dieser Basis jahrelang störungsfreien Betrieb liefert, hat keine theoretische Meinung zu Proxmox, sondern praktische Erfahrung unter echtem Druck.

ISO 27001:2022 zertifiziert via Tempo Audits (UKAS-akkreditiert): Sicherheit ist bei uns kein Versprechen, sondern ein geprüfter Prozess.

Österreichischer Anbieter: Europäisches Datenschutzrecht, lokale Ansprechbarkeit, keine Abhängigkeit von US-Hyperscalern. Und wie Proxmox selbst: Made in Austria.

Infrastruktur unter echtem Druck: Neben IT-Infrastruktur betreiben wir mit dem Stereum-Ökosystem professionelle Ethereum-Staking-Infrastruktur, inklusive StereumLabs, unserer unabhängigen Analyse-Plattform für Ethereum-Clients (Ethereum Foundation Grant, Partner MigaLabs).


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